Die Geschichte von Brackstedt
Von der ersten Besiedlung als Rundlingsdorf bis zum modernen Ortsteil Wolfsburgs.
Ursprünge & Besiedlung
Schon vor **1200** wurde das Rundlingsdorf Brackstedt – wie auch zahlreiche andere Dörfer im sogenannten Vorsfelder Werder – planmäßig angelegt und mit wendischer, heidnischer Bevölkerung besiedelt. Die vorläufig älteste Beurkundung des Ortes stammt aus den Jahren **1434/35**.
Um den Dorfplatz in Form eines Hufeisens gruppierten sich ursprünglich neun Ackerhöfe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts erhöhte sich die Zahl dieser Hofstellen auf 15, die alle den Herren von **Bartensleben** auf der Wolfsburg zu Abgaben und Frondiensten verpflichtet waren.
Harte Zeiten & Wandel
Die mageren Böden brachten den Bewohner:innen schon in guten Zeiten nur ein karges Auskommen, doch in Zeiten von Seuchen, Missernten und Kriegen wurden die Belastungen durch Frondienste und Abgaben so erdrückend, dass einige Höfe wüst fielen. Im Jahre **1663** wurden in 12 Haushaltungen nur 40 Personen über 14 Jahre aufgeführt.
Im Jahr **1742** fiel das Bartenslebener Lehen an den Herzog von Braunschweig zurück, der es dem Amt Vorsfelde zuordnete. Agrarreformen führten im 19. Jahrhundert zu einer tiefgreifenden Veränderung in der Landwirtschaft und zu einer Bevölkerungssteigerung.
Das große Feuer von 1846
Am 5. Juni 1846 brach im Ort ein großes Feuer aus. Von 12 Höfen wurden 6 völlig in Schutt und Asche gelegt, 5 weitere erlitten großen Schaden. Als Folge wurden die Höfe zum Teil außerhalb der engen Dorflage wieder aufgebaut.
Vom Bauerndorf zur Wohnsiedlung
Mit der Expansion des **Volkswagenwerkes** in der Nachkriegszeit veränderte sich auch die Wirtschaftsstruktur des Dorfes: Höfe wurden aufgegeben, die Brackstedter:innen suchten ihr Auskommen in der Industrie.
Als Folge der Eingemeindung von **1972** entstanden neue Wohngebiete, aus dem Bauerndorf Brackstedt wurde eine Wohnsiedlung mit heute mehr als **1.850 Einwohner:innen**.
Das Wappen
Der Ortsname Brackstedt bedeutet **"brache Stätte"**. Das Schildfeld ist, um diesen Umstand zu versinnbildlichen, schlicht in eine helle und eine dunkle Fläche geteilt.
Die stilisierte **Pflugschar** deutet an, wie diese ehedem brache Stätte zu einer bewohnten Siedlung geworden ist: durch Urbarmachung des Bodens durch den Pflug.
Farben & Geschichte
Die Farben **Blau-Gelb** sind die Landesfarben Braunscheigs und die Kreisfarben Helmstedts. Beschlossen vom Ortsrat am 10. Februar 1978.
Wussten Sie schon?
Der BFK setzt sich aktiv für den Erhalt historischer Gebäude wie der "Alten Schule" ein, um die Geschichte Brackstedts lebendig zu halten.
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